Moorerkundung

Herrlich, die Sonne zaubert wunderschöne Lichtreflexe auf das

dunkle Moorwasser. Es ist fast ein Sommertag,
  aber wir haben Anfang November. Auf dem Weg zum

Aussichtsturm sehen wir die skurrilsten Busch- und Baumreste.
Das wieder vernässte Moor lässt sie absterben.

Baumstumpf

Große Wasserflächen haben sich gebildet. Ihre Ufer sind durch unterschiedlichen Bewuchs,

gestaltet, wie es nur die Natur beherrscht.


Je weiter wir ins Moor gehen, um so lauter wird das Geschnatter der Wasservögel.

Jetzt sind die Vögel des Glücks mit ihren trompetenden Rufen zu hören.

Schon bevor wir den Aussichtsturm erreicht haben. Zu Abertausenden

kommen sie von den abgeernteten Maisfeldern, um im

knietiefen  Moorwasser zu rasten.

In einigen Wochen reisen die Kraniche zu ihren Überwinterungsgebieten.
Im fahlen Licht der Mondsichel treten wir unseren Heimweg an.

Herbstzeit


In trauter Verborgenheit


Ade, ihr Sommertage,
Wie seid ihr so schnell enteilt,
Gar mancherlei Lust und Plage
Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
Zu wandeln im
Nur die verflixten Mücken
Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen
Dem Sange der Vögel gelauscht,
Dann kam natürlich ein Regen
Auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben
Nach Süden sich aufgemacht,
Bei Tage krächzen die Raben,
Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause!
Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.
Mein Liebchen, ich und du,
Wir halten uns warm und schließen
Hübsch feste die Türen zu.

(Wilhelm Busch)