Weihnachtsgedicht

Engel

Die lustige Weihnacht !

Die lustige Weihnacht !

Heute tanzen alle Sterne , und der Mond ist blank geputzt.

Petrus in der Himmelsferne hat sich seinen Bart gestutzt .

Überall erklingt Geläute , fröhlich schmückt sich groß und klein ,

Und die Heiligen tragen heute Ihren Sonntags – Heiligenschein .

Es ertönen tausend Flöten, tausend Kerzen geben Glanz .

Und die würdigen Kometen wedeln lustig mit dem Schwanz .

Hinterm Zaun im Paradiese, gar nicht weit vom Himmelstor,

musiziert auf einer Wiese auch der Engelskinderchor .

Ihre roten Tröpfelnasen putzen sich die Kleinen schnell ,

Und dann singen sie und blasen auf Fanfaren , silberhell .

Jedes Jahr um diese Stunde , singen sie nach altem Brauch .

Alle Sterne in der Runde lauschen – und die Menschen auch .

Manchmal aber, leise, leise  wird der Chor der Engel stumm

Und im ganzen Erdenkreise geht ein sanftes Flüstern um .

Dann erscheinen sieben Schimmel . Zärtlich ruft es : ‚ Hüh und hott ! ‚

Und gemächlich durch den Himmel fährt der liebe Gott .

Da verstummen alle Lieder , und die Engel machen fix

Mit gefaltetem Gefieder vor dem Herrgott einen Knicks .

Alle goldnen Sternenherden drehn sich still dazu im Tanz .

Und im Himmel wie auf Erden leuchtet Weihnachtskerzenglanz .

James Krüss

Martinsgans als Zahlungsmittel

Der Martinstag war auch der traditionelle Tag des Zehnten. Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen, da die bevorstehende Winterzeit das Durchfüttern der Tiere nur in einer eingeschränkten Zahl möglich machte. Daher rührt der Name Martinsgans. An diesem Tag begannen und endeten auch Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen. Landpachtverträge beziehen sich auch heute noch häufig auf „Martini“ als Anfangs- und Endtermin, da der Zeitpunkt dem Anfang und Ende der natürlichen Bewirtschaftungsperiode entspricht. Der Martinstag wurde deshalb auch Zinstag genannt.

Diese Martinsgans erinnert auch an eine Legende aus der Volksfrömmigkeit: Danach hatte sich der Heilige in einem Gänsestall versteckt, um seiner Wahl als Bischof zu entgehen. Die schnatternden Tiere sollen ihn jedoch verraten haben.

Moorerkundung

Herrlich, die Sonne zaubert wunderschöne Lichtreflexe auf das

dunkle Moorwasser. Es ist fast ein Sommertag,
  aber wir haben Anfang November. Auf dem Weg zum

Aussichtsturm sehen wir die skurrilsten Busch- und Baumreste.
Das wieder vernässte Moor lässt sie absterben.

Baumstumpf

Große Wasserflächen haben sich gebildet. Ihre Ufer sind durch unterschiedlichen Bewuchs,

gestaltet, wie es nur die Natur beherrscht.


Je weiter wir ins Moor gehen, um so lauter wird das Geschnatter der Wasservögel.

Jetzt sind die Vögel des Glücks mit ihren trompetenden Rufen zu hören.

Schon bevor wir den Aussichtsturm erreicht haben. Zu Abertausenden

kommen sie von den abgeernteten Maisfeldern, um im

knietiefen  Moorwasser zu rasten.

In einigen Wochen reisen die Kraniche zu ihren Überwinterungsgebieten.
Im fahlen Licht der Mondsichel treten wir unseren Heimweg an.