Petrus in der Himmelsferne hat sich seinen Bart gestutzt .
Überall erklingt Geläute , fröhlich schmückt sich groß und klein ,
Und die Heiligen tragen heute Ihren Sonntags – Heiligenschein .
Es ertönen tausend Flöten, tausend Kerzen geben Glanz .
Und die würdigen Kometen wedeln lustig mit dem Schwanz .
Hinterm Zaun im Paradiese, gar nicht weit vom Himmelstor,
musiziert auf einer Wiese auch der Engelskinderchor .
Ihre roten Tröpfelnasen putzen sich die Kleinen schnell ,
Und dann singen sie und blasen auf Fanfaren , silberhell .
Jedes Jahr um diese Stunde , singen sie nach altem Brauch .
Alle Sterne in der Runde lauschen – und die Menschen auch .
Manchmal aber, leise, leise wird der Chor der Engel stumm
Und im ganzen Erdenkreise geht ein sanftes Flüstern um .
Dann erscheinen sieben Schimmel . Zärtlich ruft es : ‘ Hüh und hott ! ‘
Und gemächlich durch den Himmel fährt der liebe Gott .
Da verstummen alle Lieder , und die Engel machen fix
Mit gefaltetem Gefieder vor dem Herrgott einen Knicks .
Alle goldnen Sternenherden drehn sich still dazu im Tanz .
Und im Himmel wie auf Erden leuchtet Weihnachtskerzenglanz .
James Krüss








